Forschung

Die Vergleichende Erziehungswissenschaft am Institut für Erziehungswissenschaft der Ruhr-Universität Bochum beschäftigt sich mit der bildungshistorischen Entwicklung der Subdisziplin (Genese und ihre Etablierung, historische Internationalisierungsforschung), mit den bildungstheoretischen Verschränkungen von Bildung und Erziehung 'anderswo' in ihren gesellschaftspolitischen, ökonomischen und kulturellen Kontexten sowie mit nationaler und internationaler Bildungspolitik.

Zu unseren Forschungsgebieten gehören politische, strukturelle und inhaltliche Reformen im Hochschulwesen, insbesondere die Modernisierung, Globalisierung und Hochschulentwicklung im internationalen Vergleich, sodann die Internationalisierung und Europäisierung von schulischer (formaler) und außerschulischer (non-formaler) Bildung und Erziehung sowie die Ganztagsschulbildung in internationaler Perspektive. Desweiteren stehen das Auslandsschulwesen und die Mittlerorganisationen der Auswärtigen Kultur- und Bildungspolitik im Fokus unserer Forschung. Diese pädagogischen und bildungspolitischen Prozesse in Geschichte und Gegenwart - einschließlich systematischer Bildungssystemvergleiche - mit den Regionalschwerpunkten Europa und Lateinamerika sind Teil unseres Forschungsinteresses, welches auch vergleichende Methoden in Erziehungs- und Kultur­wissenschaften (Theorien, Methoden, Geschichte) impliziert.

Ferner beschäftigen wir uns mit Politiken, Programmen und Empfehlungen internationaler Organisationen und ihrer nationalen Umsetzungspraxis, die sowohl im regionalen Vergleich, im Ost-West- und Nord-Süd Vergleich, bzw. im Vergleich westlicher und nicht-westlicher Regionen und Länder als auch in globaler Perspektive analysiert werden sowie mit aktuellen Diskursen, u.a. Citizenship Education, Education for All, Bildung für nachhaltige Entwicklung, Lebenslanges Lernen und Menschen- und Kinderrechte.

Unsere Forschung und Lehre umfasst auch Bereiche wie (Vor-)Geschichte, Rezeption und Wirkung der Internationalen Reformpädagogik sowie Theorie und Praxis des Deschooling-Movements. Darüber hinaus thematisieren wir grenzüberschreitende Mobilität (europäischer Binnenmarkt, High Potentials, internationale Studierende usw.), die im Rahmen von inter­kultureller Pädagogik (Schule und Jugendbildung, Bildung und Pluralität in Einwanderungsgesellschaften) oder transnationaler Bildungsräume untersucht wird.

Ansprechpartner / Sekretariat

Andrea Herzig-Jones

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